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Kurzgeschichte

Als Dean Martin kein Ende fand

Als Dean Martin kein Ende fand

Sonntagnachmittag, vierzehn Uhr dreißig, Boltenhagen, Cafe.

Das Paar schiebt sich am Tresen vorbei und steuert den Nebentisch an. Sie sehr dick, mit wabbeligem Kinn, zartrosa bemalten Lippen, blondiertem, gewelltem Haar, goldenen Ohrringen, schwarzem Brillengestell, hellblauem Pulli mit Zopfmuster, Blickrichtung zu mir. Er, ebenfalls mächtig, mit kurz geschnittenen, grauen Haaren,breitem Rundrücken, lindgrünem Pulli, darunter sich abbildend, ein hinten gekreuzter Hosenträger. Im Hintergrund mehrere junge, unauffällig sich bewegende Bedienungen und Frank Sinatra. Der rechte Arm des Herrn ruht inzwischen auf der Lehne des Nebenstuhls. Eine Champagnercremetorte mit Mandelsplitterauflage landet vor der jetzt lächelnden Dame, die gegengleich ihren linken Arm auf der nächsten Stuhllehne postiert. Dean Martin hat inzwischen Frankie Boy abgelöst. Die Hände der beiden gehen spiegelgleich zur Kaffeetasse und dann zum Mund.Es folgen in geringem zeitlichen Abstand Gäbelchen mit Champagnertortenstückchen. Dean Martins Begleitchor zwitschert mittlerweile in höchsten Tönen, als ob er die härtesten Herzen zum Schmelzen bringen wollte. Die zweite Tasse Kaffe wird, wieder spiegel-gleich, aus den Kännchen eingegossen, er zwei Tütchen Zucker, sie eines. Madame versucht offenbar eine Gewichtsreduktion mit Zuckerdiät. Die Kerze geht aus. Es ist nicht auszumachen, wer da zu heftig gepustet hat. Beide ruhen offenbar zufrieden in ihren massigen Körpern. Beider Blicke schweifen nach draußen, wo Millionen Schneeflocken auf wunderbar leichte Weise um die Wette tanzen. Sehnsuchtsvolle Gedanken nach dem leichten Schweben? Madame sucht wieder den sicheren Innenraum. Monsieur folgt ihrem Blick. Eine träge Ruhe umgibt das Paar. Dean Martin schmachtet inzwischen nach der nächsten Liebsten, die weit weg ist. Die Arme der beiden gehen wieder, fast zeitgleich, auf die Armlehnen. Die ansonsten aufmerksame, freundlich Bedienung übersieht seit fünf Minuten die erloschene Kerze. Wie aus dem Nichts hat Madame plötzlich ein schwarzes Handy am rechten Ohr, was die Frage nach ihrer Linkshändigkeit wieder in Frage stellt. Der Dalmatiner, der mittlerweile mit Frauchen und Herrchen am nächsten Tisch Platz genommen hat, zieht Madame´s Blick an. Ein kurzes Lächeln huscht über ihr dickes Gesicht. Monsieur´s Kommentar ist nicht zu verstehen. Gäste gehen, Gäste kom-men. Dean Martin gibt keine Ruhe. Wenn wenigstens Frankie noch mal ran dürfte. Die Schneeflocken treiben weiter ihr nicht enden wollendes Schauspiel. Inzwischen strömt ein steter Tonstrom mit Hamburger Akzent aus Madame´s Mund in Richtung des grünen Pullis. Monsieur hat nun seinen schwarzen Geldbeutel gezückt um dem Ganzen ein Ende zu machen und das Fräulein kommt brav, um ihm dabei zu helfen. Die Kerze bleibt aus, als die beiden den letzten Schluck nehmen und dann zügig die Garderobe ansteuern. Sekunden später ist der Tisch geräumt, während Dean Martin weiter in der Rille hängt und der Dalmatiner fröhlich mit dem Schwanz wedelt. Madame´s Blick bleibt diesmal bei Monsieur, der in einen dunkelblauen Mantel schlüpft, während sie ihr Krokolederimitat über die Schulter hängt. Die Bedienung nimmt hinter dem runden, holz-getäfelten Tresen einen Schluck aus ihrem Colaglas, während die beiden schwergewichtigen Körper das Cafe verlassen. Ich habe aufgegeben, auf Sinatra zu hoffen, während ein neues Paar am Nebentisch Platz nimmt und Champagnertorte bestellt. Kerze bleibt aus.

Kurzgeschichte

Dynamische

Dynamische Meditation

Auf dem Weg zum Meditationsraum komme ich an einem kleinen Teich vorbei. Das lange nicht mehr gehörte Quaken eines Frosches dringt an mein Ohr und ich muß unwillkürlich an Basho´s Haiku denken : „der alte Weiher - ein Frosch springt hinein und dann -- plop macht das Wasser".

Die anderen sind schon alle da und es geht pünktlich los mit einer Einführung. Die Spannung steigt und dann ist es endlich soweit.

Der Höllenritt beginnt mit einem lauten Paukenschlag. Vorbereitet mit einer roten Augenbinde, gedacht als Angst- und Schambremse, reißt mich die indische Trommelmusik, die aus vier großen Lautsprechern in den Ecken des schönen, rechteckigen Raumes hämmert, in einen fünfzigminü-tigen Rausch. Heftige Nasenatmung bringt mich schon nach einer Minute an die erste Grenze. Da war der Hinweis von unserer Meditationsleiterin Martina hilfreich, dass Rhythmus sich ändern darf. Also erstmal zwei Stufen runter und langsamer und tiefer atmen, während der ganze Körper weiter in kräftiger Bewegung bleibt. Das bekommt bald eine eigene Dynamik, pendelt von schnell zu langsam und wieder schnell. Als es endlich fast wie von allein geht, ertönt plötzlich wieder dieser heftige Paukenschlag, der den zweiten Teil der Meditation einleitet. Jetzt explo-diert ein Schreien im ganzen Raum, das einem Angst machen könnte. Seltsamerweise fühle ich mich hinter meiner Augenbinde trotzdem sicher. Was will da raus? Gorillagebrüll! Und auf die Brust schlagen bis Tarzan auftaucht mit seinem Triumpfgeschrei. Brüllen so laut es geht, von tief unten, tierisch, spüren wo ich herkomme, Teil sein von Natur, Körper, Kraft, Aufstampfen. Dann schieben sich andere Bilder in den Vorder-grund und ein Wolfsheulen bricht sich Bahn. Das Rudel versammelt bei Vollmond. Wildes Lachen schleudert mich nach Poona in die Mystic Rose Meditation, Juni 2004. Das war eine gute, intensive Zeit. Zeit zum Loslassen vieler alter Gefühle, Wut, Schmerz, Trauer, Angst, Scham, Unsicherheit. Mitten hinein in die Erinnerungsflut knallt der nächste Trommelschlag. HuHu aus der tiefen Erde. Wieder diese Wildheit nun mit kräftigem Auf- und Abspringen, Arme in den Himmel gereckt. Mit jedem Hu die Fersen in den Boden gerammt. Wenige Minuten später taucht sie erstmals auf, diese störende Frage, wie lange das wohl gut geht, wie lange ich und mein Körper das wohl durchhalten? Weg damit! Weitermachen! HuHu.

Da ist er wieder der Tarzan! Wo ist meine Jane? Hüpfen. Schweiß rinnt. Wie geht es wohl den anderen? Hier geblieben! Alle im gleichen Dschungel. Das rechte Knie fängt an, weh zu tun. Die Arme versinken irgendwo, sind bloß nicht dort wo sie eigentlich sein sollten -- im Himmel. Also wieder rauf, durchhalten. Oh je, zieht und beißt das in den Armen. Was ist Schmerz? Weitermachen! Peng. Plötzliche Stille. Erstarren im Moment. Und die Arme oben. Wissen was das heißt. 10 Minuten so stehen. Atem und Puls rasen noch um die Wette. Je mehr sich alles beruhigt, umso heftiger wird der Arm-schmerz bis es nicht mehr geht. Nachgeben. Aufgeben. Da kommt er wieder der sadistische alte Naziturn-lehrer mit seiner unsichtbaren Peitsche. Arme wieder hoch. Stolze 30 Sekunden. Erneutes Aufgeben. Wo ist die Reserve und wo ist mein Tarzan? Der hat sich still und heimlich verkrümelt in seiner Hängematte, schlürft an seinem Caipi, während ich hier Muskeln spüre, von denen ich gar nicht wusste, dass ich sie habe. Der Schweiß rinnt still vor sich hin, während die Atmung wieder der Nulllinie nahe kommt. Alles strömt, der ganze Körper energetisiert. Da taucht unerwartet der Helfer auf, der Hoffnungsgeber, ja er schiebt sich groß auf die innere Bühne- der Teich, in den ich mich nachher stürzen werde. Doch erst die letzte Phase überstehen, die gerade mit einem kräftigen Gong eingeläutet wird. Tanzen! Was will sich denn jetzt überhaupt noch bewegen? Ein kleines Wiegen, den Mund verziehen, die Finger strecken, Beine die sich in den Rhythmus der Musik begeben. Ausklingen. Ausdampfen. Ausdenken. Da taucht das rechte Knie wieder auf. Au weia, es wird doch nicht ärger sein als vorher? Loslassen! Vertrauen! Besser an den lieben Freund, den Teich denken. Peng! Fertig!

Der Teich hat eisige 16 Grad, ein echter Schocker!

Mein Freund Basho, welches Haiku würdest du jetzt wohl schreiben?

Oh Dynamische - Höllenritt Absurdistan - Frösche quaken nicht

Kurzgeschichte

Haselnüsse und Melonen

130\. „Haselnüsse und Melonen". Ein deutsches Märchen.

Es war einmal eine Mutter, die hatte 17 Kinder. Das war ihr aber nicht genug. Sie wollte noch viel mehr Kinder haben. Und obwohl ihr Mann schon ganz müde war, gab sie keine Ruhe. Da sie über viel Ehrgeizund einen außergewöhnlichen Willen verfügte, dabei auch noch schlau und sehr charmant war, schaffte sie es, bis an die Spitze des Königreiches vorzudringen.

*Dort herrschte zu der Zeit eine ebenso ehrgeizige, willensstarke, schlaue und charmante Königin. Die Mutter der 17 Kinder, die so gerne noch viel mehr gehabt hätte, wurde von der Königin, die selbst nicht über diese wunderbare Gabe verfügte, sehr geschätzt und mit bedeutenden Machtbefugnissen ausgestattet. Jetzt konnte diese sich so richtig ins Zeug legen und ihrem Lieblingsthema, der Vermehrung und Versorgung, widmen. Sie dachte sich gleich wunderbare Programme aus und brachte die entsprechenden Hofschranzen dazu, ihr die nötigen Mittel zu Verfügung zu stellen. Just zu dieser Zeit waren aber schon ganz viele Männer im Königreich ganz müde geworden und widmeten sich lieber ihren Kutschen und starken Pferden. So musste sich die flotte Ministerin eine ganz besondere List ausdenken. Da sie aus reicher Erfahrung ganz genau wusste, dass die männlichen Untertanen nichts mehr fürchteten, wie Kinder, Küche und Kirche - und zwar dem Schweregrad nach genau in dieser Reihenfolge - so beschloss sie dieser Tatsache Rechnung zu tragen. Sie ließ mit Erlaubnis der Königin und der Unterstützung vieler Helfer im ganzen Reich verkünden, dass alle Männer mit viel Gold belohnt würden für einen Besuch bei der Samensammlerin und sie könnten gewiß sein, für ihr Tun nie zur Rechenschaft gezogen zu werden. So bräuchten sie auf gar keinen Fall befürchten, sich in irgendeiner Weise um die Nachkommen-schaft kümmern zu müssen. Denn die kleinen Sauger würden sofort nach der Geburt in spezielle Häuser gebracht, wo sie gut versorgt und ab dem ersten Tag mit Englisch- und Mathematikunterricht be-glückt würden. Genau dies hatten sich die Männer ja schon sehnlichst in ihrer eige-nen Kindheit gewünscht. Das neue Losungswort hieß „schnell weg von der gräss-lichen Mutti und gleich in die beglückende Schule". Und so stimmten sie begeistert den Plänen zu. Endlich konnten sie sich in Ruhe ihren Kutschen und starken Pferden widmen und mussten nicht mehr diesen fürchterlichen Radau Zuhause ertragen und den schrecklichen Gestank der Abgase und Dreckhaufen der Kleinsten. Ein tiefes Aufatmen ging durchs ganze Land. Endlich war jemandem eine Lösung eingefallen für dieses, das Volk seit Jahrtausenden quälende Problem. Die Minis würden einfach sofort nach der Geburt bei speziell ausgebildeten Frauen entsorgt werden. Hurra schallte es von allen Seiten. Und Ministerin und Königin wurden vom Volk verehrt ob ihrer großen Weitsicht.*

*Als ganz viele Jahre vergangen waren, in denen es so herrlich ruhig im Land gewesen war, denn man hatte ja kein Kindergeschrei mehr gehört, und in denen es immer nur wunderbar gerochen hatte, weil ja die kleinen Stinkehäufchen nur in den verborgenen Hightech-Bildungsanstalten für die Minis in Erscheinung traten, waren die Königin und ihre Superministerin und ganz viele Menschen im Land schon recht alt geworden. Die Haare hatten sich weiß gefärbt und das Laufen wollte trotz künst-licher Hüftgelenke nicht mehr so recht klappen. Aber nachdem auch die Diener und Dienerinnen alle alt geworden waren und auch bei denen das Laufen zu beschwer-lich geworden war, konnte niemand mehr die Lebensmittel und den Wein herbei-schaffen. Und auch die Müllmänner waren ganz grau geworden und konnten den Müll nicht mehr holen. So blieb alles liegen und es fing an zu modern und zu stinken. Und obwohl Augen und Ohren schon überall so nachgelassen hatten, dass kaum noch jemand etwas erkennen konnte, so waren die Riechorgane doch noch recht gut erhalten. Obwohl Königin und Ministerin sich in den entferntesten Winkel der Burg zurückgezogen hatten, drang der sich immer mehr verbreitende ekelhafte Geruch bis in ihre letzte Kemenate und raubte ihnen zunehmend die Reste ihres Verstandes.*

*In ihrer höchsten Not fingen sie an, sich zu erinnern, dass es einmal anders ge-wesen war. Sie sahen trotz der Löcher ihres Alzheimer-Gedächtnisses, dass es ein-mal blühende, strahlende Landschaften gegeben hatte mit kräftigen Tieren, starken Bäumen, die bis in den Himmel wuchsen, wunderbar duftenden Blumen und fröhlich spielenden Kindern. Da erschraken sie ganz fürchterlich. Wo waren nur die Kinder abgeblieben? Langsam tauchten Bruchstücke auf von Hightech-Krippen mit diplo-mierten Supererzieherinnen und voll zufriedenen Müttern und Vätern. Aber was war nur aus den superausgebildeten Kindern geworden? Warum waren die nicht da um ihnen zu helfen. Nach Pisa hatte die Königin doch ihre Schatzkammer geplündert und ganz viel Goldtalerchen investiert, um das Land wieder nach vorne zu bringen an die Spitze aller bekannten Länder.*

*In ihrer Not schickte die Königin den letzten Diener los, der erst vor kurzem sein letztes Hüftgelenk erhalten hatte und noch ein wenig laufen konnte. Er sollte Kunde bringen von all den verschwundenen Kindern. Der Diener suchte viele Tage und Wochen, konnte aber nirgendwo die fröhlichen Kinder finden, die er zur Königin bringen sollte. Schließlich kam er zu einem verfallenen Haus an dessen Eingang ein goldenes Schild mit der Aufschrift Supernanny zu lesen war. Er konnte nach einiger Mühe die Türe öffnen und ins Innere gelangen.*

*Alles schien noch genauso zu sein, wie zur Zeit der Eröffnung im Herbst 2007. Für jedes Baby hatte es einen eigenen Computer gegeben, mit dessen Hilfe nicht nur Englisch, Französisch, Spanisch, Russisch und Chinesisch gelernt werden konnte, sondern auch die alten Sprachen Latein, Griechisch und Sanskrit. Natürlich fehlten auch die Infinitesimalrechnung und das endoplasmatische Retikulum nicht. Es gab aber auch herrliche TÜV-geprüfte Spielgeräte und Spielsachen in Hülle und Fülle. Das Tollste war eine automatische Windelleermaschine. So hatten die Supernannys nicht einmal damit ihre Mühe und konnten sich ganz auf ihre eigentliche Aufgabe konzentrieren, die Säuglinge und Krabbelkinder so schnell wie möglich fit zu machen für den Besuch der Universität. Denn es drohte ja die Globalisierung und man durfte keine der wertvollen Sekunden versäumen mit nutzlosem Rumsitzen, nein alle mussten fit gemacht werden für das große Rennen.*

*Es hatte sich als zu umständlich erwiesen, die Kinder jeden Morgen zu holen und abends heim zu bringen. Also hatte die Ministerin, deren Staatssekretär noch in der alten Ost-Republik groß geworden war und sich im rechten Moment einer groß-artigen Errungenschaft des alten Sozialismus erinnert hatte, in einem ersten prächti-gen Gesetzentwurf die Wochenkrippe für alle 3 Wochen alten Säuglinge verfügt. Der Entwurf ging in einer Superzeit von 3 Tagen durch alle Gremien und wurde mit großer Begeisterung von allen Parteien, selbst aus dem äußersten rechten und linken Lager mitgetragen.*

*Um die Effizienz noch zu steigern, wurden alle Maßnahmen unverzüglich umge-setzt. Nach einem halben Jahr kam es jedoch im ganzen Land zu riesigen Protesten aller Elternvereinigungen. Alle Väter und Mütter fanden es nämlich so wunderbar, endlich die ganze Woche ungestört und wirklich effizient arbeiten zu können und die Firmenchefs und Aktienbesitzer rieben sich die Hände als die Kurse beinahe ins Unendliche stiegen. So bekamen die Eltern ganz ungute Gefühle, als ihre Jüngsten schon Freitagabend wieder zurückgebracht wurden. Sie wussten einfach nichts mehr mit diesem Jungvolk anzufangen. Als selbst 3 Fernseher, die alle Weltprogramme zeigen konnten und 5 Computer, auf denen gleichzeitig die neuesten Spiele mit den allerneusten 3-d-Grafikkarten, in den Kinderzimmern das Quengeln und Geschrei nicht stoppen konnten, kamen im Internet binnen Stunden 25 Millionen Elternunter-schriften zusammen, die alle Verantwortlichen in den Kommunen, Ländern und im Bund aufforderten, sofort dafür zu sorgen, die Bälger ohne Unterbrechung in den herrlichen Bildungskrippen zu lassen, bis sie ihren Master-Abschluß, wenn möglich mit Dr.-Titel, in der Tasche hätten. Die Begeisterung war so groß gewesen, dass auch diese Forderung nur Stunden nach dem Hammelsprung in den Gesetzesblättern stand und unverzüglich umgesetzt wurde.*

*Das alles ging dem alten Boten so durch den Kopf als er durch die Räume ging und die Kinder suchte. Alles stand und lag nämlich genauso herum, wie wenn es gerade noch benutzt worden wäre. Aber wo waren nur die Kinder?*

*Da entdeckte der Bote eine Glasvitrine, in der etwas Besonderes lag. Es war ein schlichter Din A4 Computerausdruck auf dem in goldener Schrift zu lesen war : „Wir sind mal eben weg, haben gehört, dass es im Sternbild Alpha-Centauri einen Planeten geben soll, auf dem es noch Li... geben soll". Dieses eine verblichene Wort, das offenbar eine besondere Bedeutung hatte, konnte er nicht lesen. Er regi-strierte nur, dass es wohl aus 5 Buchstaben bestand. Was war das nur, Limes, Lippe, Limos? Er kam nicht drauf und war ja auch in Eile, sollte er doch so schnell wie möglich zurückkehren um der Königin Kunde zu bringen. Da es ihm nicht gelang, die Vitrine zu öffnen, versuchte er, die Zeilen auswendig zu lernen, was mit seinem Alzheimergedächtnis gar nicht so einfach war und machte sich schnell auf den Rückweg.*

*Als er nach einer mühseligen Wanderung mit Schmerzen in seinem künstlichen Hüftgelenk von weitem das Schloß sah, konnte er sich dummerweise gar nicht mehr erinnern, was er auf dem Papier gelesen hatte. Als er schließlich die Königin im letzten Winkel der Palastanlage gefunden hatte, konnte er nur noch den Wortfetzen Li stammeln, bevor er zusammenbrach und verstarb. Als die Königin und die Mini-sterin, die einmal 17 Kinder gehabt hatte, dies vernahmen, fingen auch sie an, ihren Geist auszuhauchen, nicht ohne sich in diesem letzten Moment fest aneinander zu krallen und mit einem ganz bitteren Geschmack im Mund und einem stechenden Geruch in der Nase.*

Als die Kinder, die über viele Jahre außer ihrer Supernanny, die ihnen vieles Nütz-liche beigebracht hatte, wie Gedankenlesen und körperloses Fliegen, niemand mehr beachtet, geschweige denn gesehen hatte, auf dem fernen Planeten eintrafen, wurden sie von den dort lebenden, höchst intelligenten Wesen auf das Herzlichste begrüßt.

*Sie erlebten einen solchen Sturm an liebevoller Zuwendung, dass ihre recht klein gebliebenen Herzen das gar nicht aushielten und sie fürchterlich krank wurden. Da die fernen Wesen aber viele Millionen Jahre Erfahrung mit allen möglichen Krank-heiten hatten, gelang es ihnen, die Kinder zu retten. Sie wussten nämlich, dass un-vorbereitete Wesen durch liebevolle Zuwendung verrückt werden können. Und diese Kinder waren in der Tat völlig unvorbereitet. Sie hatten zwar ungewöhnlich große Melonen-Köpfe mit trillionenfachen neuronalen Verknüpfungen und wussten wirk-lich fast alles, was es in diesem Universum zu wissen gab, doch ihre Herzen zeigten mit der Größe einer Haselnuß einen seltsamen Kümmerwuchs. Und die Hülle dieser Herzen war auch nicht weich, wie bei allen anderen Wesen sondern ganz hart. Die Ärzte von Alpha-Centauri´s schönstem Planeten waren aber die besten die man sich nur denken konnte und so wussten sie die richtige Therapie. Sie begannen mit einer ganz geringen Dosierung von Libidona, das immer nur von einem weiblichen Wesen übertragen werden und nur behutsam gesteigert werden durfte. Dieser achtsame Heilungsprozeß entwickelte sich über einen Zeitraum von 3 Centauri-Sommern. Im Winter des dritten Jahres hatten die Kinder gelernt, mit diesen seltsamen, tief ergrei-fenden Gefühlszuständen umzugehen. Sie hatten Phasen von schrecklichsten Schmer-zen durchleiden müssen, denn mit jeder Libidona-Dosis war ihnen die schreckliche Sehnsucht ihrer Säuglings- und Kleinkindzeit erneut ins Gedächtnis gekommen. Denn in ihren großen Köpfen war alles fein säuberlich gespeichert. Sie hatten nur die Zugangscodes zu den frühen Jahren nicht mehr gewusst. Nun hatten sie all die Not erinnert, den Mangel ihrer ersten Lebensjahre. Ihre Nannys waren zwar fürchterlich nett gewesen, wo aber waren Mama und Papa abgeblieben? Der Schmerz hatte fast ihre kleinen Haselnussherzchen zerrissen, doch hatten sie alle spüren können, wie diese Herzchen durch die Behandlung langsam wuchsen. Und nicht nur das war seltsam, auch die übergroßen Melonenköpfe hatten angefangen, sich zu verändern. Sie wurden mit den Sommern kleiner bis sie am Ende eine fast ganz normale Größe hatten. An all diese aufregenden Veränderungen mussten sich die Kinder natürlich erst gewöhnen, doch sie machten ihre Sache gut. Als der letzte Winter kam, hatten sie nicht nur ihren Libidona-Fütterinnen gegenüber intensivste liebevolle Gefühle entwickelt. Das was da innerlich gewachsen war, wollte hinaus-strömen in alle Richtungen. Sie fingen an, auch ihre Ärzte zu herzen und die Nach-barn und Freunde. Als der Frühling kam, wurden sie aber alle ganz fürchterlich traurig, so dass manche schon an einen Fehlschlag der ganzen Behandlung dachten. Doch die weisen Centauriwesen wussten natürlich, dass das kommen musste und hatten vorgesorgt. Die Kinder hatten sich nämlich an ihre Heimat erinnert, die bunten Wiesen und die starken Bäume und die schönen Flüsse und die herrlich duftenden Blumen und doch gab es etwas wonach sie sich noch viel mehr sehnten... ja das wunderbarste ihres Lebens - ihre Eltern. Was war nur aus denen geworden? Sie wollten plötzlich ganz schnell Nachhause auf ihren alten Planeten Erde jeder in sein Haus, zu seinen Leuten. Trotz der erlebten Schmerzen, der tiefen Traurigkeit, der fürchterlichen Enttäuschung und der großen Angst, vielleicht erneut zurück-gestoßen zu werden, wollten sie dieses in ihnen Überströmende dort hinbringen. Sie hatten gelernt, dass man nicht geben kann, was man nicht erhalten hat. Und jetzt begriffen sie auch, dass die Eltern nicht geben konnten, was sie selbst nie erhalten hatten. Und da die Centauriwesen ihnen geholfen hatten, die unerschöpfliche Quelle zu öffnen, könnten sie nun doch auch den Eltern etwas abgeben.*

Nun konnten sie den Tag der Abreise gar nicht mehr erwarten. Nach einem rau-schenden Fest mit allen Helfern und Freunden traten sie endlich ihren Rückflug an, mit großer Aufregung in den groß gewordenen Herzen und einer eigenartigen Klarheit in den gesundgeschrumpften Köpfen.

Da die von ihren Supernannys super ausgebildeten Kinder sogar das Fliegen mit Überlichtgeschwindigkeit gelernt hatten, kamen sie früher auf der Erde an, als sie los geflogen waren, wenn auch nur ein paar Stunden. So konnten sie gerade noch den alten Boten mit seinem neuen Hüftgelenk sehen, wie er von ihrem vertrauten Super-nanny-Ausbildungsplatz weghumpelte. An der Tür fanden sie einen in zittriger Schrift geschriebenen Zettel mit der seltsamen Botschaft „alle die noch leben sind im alten Schloß". Sie rätselten, was wohl passiert sei, fanden sie doch alles noch genau-so vor, wie sie es verlassen hatten. Der Russisch-Kurs Folge 22 lief noch über die Laptopschirme und die vollautomatische Küche hatte, nachdem der Scanner ihr biometrisch erfasstes Gesicht nicht mehr erkannt hatte, gemeldet, es gebe nichts für Fremde. Doch woher kam nur dieser stechende Geruch und diese Totenstille, die über der ganzen Gegend lag. Sie entschieden, dem Boten in gebührendem Abstand zu folgen, hofften sie doch, durch ihn das Schloß und dort vielleicht ihre Eltern zu finden. Sie beobachteten aufmerksam die auffälligen Veränderungen überall. Da waren die Müllberge an allen Ecken, leere, stehen gelassene Straßenbahnen, hell erleuchtete, aber ausgestorbene Mc-Donalds-Buden, Katzen aller couleur, die nicht einzeln sondern in Scharen durch die Gegend streiften, Hunde die lautlos bellten und erwachsene Vögel, die in ihren verlassenen Nestern saßen. Endlich gelangten sie, dem Alten folgend, zum Schloß.

*Der Bote hatte in seiner offensichtlichen Eile das große Hoftor offen gelassen, so dass sie gleich eintreten konnten. Sie folgten seiner Spur bis in den hintersten Win-kel der weiträumigen Schlossanlage, ohne dass sie auf irgend einen Menschen trafen. Aus der letzten Kemenate hörten sie schließlich ein schreckliches Wimmern. Beim Näherkommen fanden sie den alten Boten, der offenbar gerade sein Leben aus-gehaucht hatte und die beiden Frauen. Aus ihren Mündern schien das herzzer-reißende Wehklagen zu kommen. Trotz des schlimmen Geruchs, den auch diese beiden ver-strömten, gelang es den Kindern, die Frauen aufzurichten und sie mit ihren eigenen Körpern zu halten und zu wärmen. Denn diese Frauenkörper waren eiseskalt. Sie waren auch abgemagert und nur noch Haut und Knochen und sahen gar nicht so hübsch aus, wie in den Nachrichtensendungen, die die Kinder regelmäßig vor dem Schlafengehen vorgeführt bekommen hatten. Und obwohl ihnen etwas ekelte und gruselte vor diesen Fast-Toten, so wollten sie sich doch um sie kümmern und ver-suchen, sie zu retten. Sie flößten den beiden von der guten Medizin ein, die sie vom Centauri-Planeten als Abschiedsgeschenk mitbekommen hatten und es dauerte nicht lange, dann ließ das Wehklagen etwas nach und der Puls der beiden wurde wieder kräftiger. Nach Stunden, Tagen, Wochen und Monaten -- die Kinder wussten ja aus eigener Erfahrung, dass diese Heilung Zeit brauchte und Geduld -- kam die ärmliche Königin mit ihrer Ministerin wieder zu Kräften und Bewußtsein.*

*Da sie erwachsen waren, verlief der Prozeß ein klein wenig schneller. Statt nach 3 Jahren, waren sie schon nach 3 Monaten aus dem Gröbsten raus. Doch auch ihnen blieb nicht erspart, mit jeder heilsamen Gabe von Libidona auch den schrecklichen Schmerz noch einmal spüren zu müssen, das Erinnern der eigenen Kindheit, die Sehnsucht und die Verlassenheit. Aber Königin und Ministerin mussten zehnmal mehr Schmerz ertragen, denn bei ihnen war es ja schon so lange her und sie mussten durch viel mehr dunkle Täler der Erinnerung gehen bis zu dem Moment, an dem sie erkannten, wie sinnlos all ihr Tun gewesen war und wie sinnlos jedes Tun war, wenn man nicht an die große Quelle angeschlossen war. Wie schal und dünn kam ihnen nun vor, was sie bis vor kurzem noch für so wunderbar gehalten hatten. All die tollen glänzenden Gesetze und grandiosen Vorhaben kamen ihnen nun vor wie Potemkin-sche Dörfer - nichts dahinter. Aber auch ihre eigenen kleinen Herzen waren nun ge-wachsen und ihre übergroßen Köpfe waren auf normales Maß gesundgeschrumpft. Das war anfangs noch recht ungewohnt, doch bald kamen sie gut damit zurecht.*

*Nachdem die Frauen wieder bei Sinnen waren, konnten die Kinder sie endlich nach den Eltern fragen. Denn vorher waren alle noch so drängenden Fragen nur auf die alzheimerschen Löcher getroffen. Nun also nach drei schlimmen Monaten des War-tens, tauchten erste Spuren in den Gedächtnissen der Frauen auf. Die Eltern, ja wo waren nur die Eltern dieser Kinder? Als der Ministerin schließlich der Zugangscode zum Zentralcomputer des Landes wieder einfiel, führte die gemeinsame Recherche schnell zum Ziel. All die Namen, die den Kindern ins Ohrläppchen graviert worden waren, flatterten auf den Bildschirm. Seltsamerweise stand hinter jedem Namen als letzter Wohnort der jeweiligen Eltern das seltsame Wort „Asylberg". Niemand hatte eine Ahnung, wo der Berg sein könnte. Endlich fiel der wieder genesenen Königin ein, dass es in ihrem dreifach gesicherten Kruppstahlsafe noch ein Spezial-GPS geben müsste, mit dem sie die Ortung probieren könnten. Nachdem die Kinder ja auch eine hervorragende Ausbildung in Ortung und Navigation erhalten hatten und es der Königin gelang, den Safe zu öffnen, war es dann ein Leichtes, innerhalb von Minuten Ort und Weg zu bestimmen. Die zeitliche Angabe von 3 Stunden 24 Minu-ten war ihnen egal, denn sie konnten ja dank ihrer fliegerischen Fähigkeiten jeden Ort schnell erreichen. Nachdem sie sich bei Königin und Ministerin mit dankenden Worten aber auch deutlichen Mahnungen, nicht wieder ins Bewusstseinsloch zu fallen, verabschiedet hatten, traten sie mit doch recht mulmigen Gefühlen in ihren wieder erstarkten Herzen die Reise zum „Asylberg" an, wo sie ihre ewig nicht gesehenen Eltern endlich wieder zu finden hofften.*

*Die Kinder aber hatten erkannt, dass die wunderbaren Gaben der Nannys, die sie trotz allem Schmerz dankbar erinnerten, ein zwergenhaften Nichts waren, verglichen mit den Erfahrungen der überströmenden Quelle auf dem Centauri-Planeten. Nur das hatte sie zurückkehren lassen.*

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Der „Asylberg" war schon von Ferne gut zu sehen, hochaufragend, pyramidenför-mig, gänzlich schwarz und umgeben von einem Wassergraben. Über diesen führte ein circa 3Meter breiter, weißer Marmorsteg, der zu einer ebenso hellen Treppe hin-führte. Über diese kamen die Kinder zu einem mächtigen Stahltor. Weit und breit war kein Mensch zu sehen, den sie um Öffnung hätten bitten können. Es gab auch keine Klingel, kein Schloß, nur ein paar merkwürdige hieroglyphenartige Zeich-nungen in der Mitte des Tores. Nach längerer Betrachtung fiel einem der Kinder ein Chiffrierkurs ein, den sie einst mit einer Praktikumsnanny absolviert hatten. Den ersten Buchstaben des griechischen Alphabets --das Alpha-- zu erkennen, gelang noch relativ leicht. Was aber sollte der Stier bedeuten? Ganz intuitiv versuchte es ein Mädchen mit der lateinischen Version -- Taurus. Alpha-Taurus. Was sollte das sein? Sie versuchten es mit einer weiteren Bilderfolge, auf der man ein Kind sah, das einen Ochsen hütete. Einem Jungen fiel schließlich ein, wie sie sich in einem Kurs mit den verschiedenen Religionen beschäftigt hatten, unter anderem auch mit Buddhismus. In einer der Stunden hatten sie auch über den Weg des Zen gesprochen und eine Bilderfolge gesehen und auf einem dieser Bilder war genau diese Szene des Kindes mit dem Ochsen zu sehen gewesen. Als die Kinder noch eine Weile mit diesen Puz-zelsteinchen hin und her jonglierten, fiel es ihnen plötzlich wie Schuppen von den Augen : Alpha- Zen -Taurus das wars! Sie zogen es zusammen und riefen in einem gemeinsamen befreienden Schrei „alphazentaurus" und wie von Geisterhand öffnete sich das metallene Riesentor. Ein dunkler Weg führte direkt in die Mitte des innen völlig mit schwarzem Marmor verkleideten Berges. Dort angekommen reali-sierten sie, dass der Weg kurz vor der vage spürbaren Mitte kehrt machte und wieder zurückführte, dann in einem langen Kreisbogen bis zu einer neuen Kehre. So ging das über lange Zeit und Verzweiflung machte sich breit, weil es kein Ende finden wollte. Doch auch diesmal erinnerte sich wieder ein Kind daran, wie sie einmal über Laby-rinthe gesprochen hatten und dass sie nur immer mutig weitergehen müssten, um in die Mitte zu kommen, wo sie einen neuen Hinweis auf den Aufenthaltsort der Eltern zu finden hofften. Da es kein kleines Labyrinth war, dauerte es Stunden bis sie end-lich im Mittelpunkt angelangt waren. Als sie erschöpft Rast machten, klärte sie eine liebliche Automatenstimme darüber auf, dass sie nun fast ihr Ziel erreicht hätten. Sie bräuchten nur das Labyrinth zu Ende, das heißt wieder nach draußen zu gehen. Dort würden die Eltern in verschiedenen Räumen in der Nähe des riesigen Eingangstores auf sie warten.

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Als die Kinder sehr müde aber erwartungsfroh ans Ende des Labyrinthes kamen, be-merkten sie, dass sie wieder an ihrem Ausgangspunkt dem großen Tor angelangt waren. Doch diesmal konnten sie, von der anderen Seite kommend, die silbrigen Pfeile links und rechts vom Eingang, der ja nun der Ausgang war, erkennen. Links sahen sie beim Näherkommen den Vermerk A-M und rechts N-Z. Schlau wie sie waren folgte jeder dem Anfangsbuchstaben seines Namens auf die jeweils richtige Seite. In den Gängen, die ins Dunkle führten, so dass sie diese beim Hereinkommen gar nicht hatten wahrnehmen können, glimmten nun schwache blaue Lämpchen in der Höhe der Erwachsenenköpfe. Daneben standen kleine, kaum lesbare Schilder mit den entsprechenden Buchstaben. Neben dem Buchstaben A standen hand-schriftlich hingekritzelt 3 Nachnamen, bei B waren es 5, bei c nur einer usw. So bildeten sich unterschiedlich lange Schlangen vor den jeweiligen Türen und die Mutigsten wagten sich als erste hinein in die Zimmer, in denen sie ihre Eltern erwarteten. Ihre inzwischen groß gewachsenen Herzchen pochten ganz wild vor Auf-regung, denn der Wiedersehens-Sehnsucht stand natürlich eine große Angst ent-gegen, die Angst vor erneuter Enttäuschung, erneutem Schmerz. Es half aber alles nichts. Es musste sein. Fast gleichzeitig öffneten sich die hölzernen Türen bei allen Buchstaben, so dass die ersten Kinder eintreten konnten. Nachdem ihre Augen sich an die fast völlige Dunkelheit gewöhnt hatten, blieben sie nahezu zeitgleich wie erstarrt stehen. Tränen schossen ihnen in die Augen, denn der alte Schmerz, den sie schon bewältigt glaubten, war jetzt nicht mehr zu bremsen. Mit allem Möglichen hatten sie gerechnet, dass die Eltern vielleicht schon alt oder krank wären, oder dass sie sie nicht gleich erkennen würden nach den vielen Jahren, oder dass im schlimmsten Fall vielleicht schon ein Elternteil gestorben wäre. Doch das hier war noch viel fürchterlicher. Die Räume waren alle leer, kahle, kühle Kammern und absolut niemand war zu sehen. Da zogen sich ihre in der Zwischenzeit wieder normal groß gewachsenen Herzen erneut auf Haselnußgröße zusammen und sie brachen weinend und schluch-zend zusammen. Als das die noch vor den Türen wartenden anderen Kinder hörten, strömten sie ebenfalls in die dunklen, kalten Kammern und erlitten ausnahmslos das gleiche Niederbrechen.

*Als sie nach 3 Tagen Weinen, Schreien, Winseln und hasserfüllten Flüchen endlich völlig erschöpft und wie tot in den Ecken lagen, sah einer von ihnen wie durch Zufall an der Decke einen mit weißer Kreide geschriebenen Satz, der ihn trotz völliger, ausgebrannter innerer Leere, nachdem er einige Zeit zwischen seinem Neo-cortex und seinem limbischen System hin und hergesaust war, völlig elektrisierte.*

*„Wir sind mal eben weg, haben gehört, dass es im Sternbild Alpha-Centauri einen Planeten geben soll, wo es noch Li... geben soll. Das eine Wort war unleserlich, doch er wusste schon um was es ging, hatte er doch selbst im Supernanny-Zentrum diesen Satz geschrieben bevor sie alle abgedüst waren.*

*„Wacht auf" schrie er mit aller Kraft, deren er noch fähig war. „Wacht auf, ich weiß wo sie sind, ich weiß wo unsere Eltern sind". Es dauerte Minuten und bei einigen Stunden, bis sie wachgerüttelt und wieder ins Leben zurückgeholt waren, am längsten bei denen, die damals schon wenige Tage nach der Geburt weggekommen waren. Sie hatten trotz Intensivtherapie auf dem fernen Planeten am heftigsten gegen ihre unendlich tief sitzende Hoffnungslosigkeit zu kämpfen. Ihnen halfen nur einige Gaben von dem restlichen Libidona, das sie von ihren Rettern auf Alpha Centauri beim Abschied für Notfälle mitbekommen hatten. Als auch der letzte bereit war, stürmten sie hinaus ins Freie, sprangen die Stufen der hellen Marmortreppe hinunter und über den steinernen Steg. Bevor der letzte drüben angelangt war, sah man schon die ersten sich vom Boden abheben, erst schweben dann zielgerichtet mit zuneh-mender Geschwindigkeit gen Himmel düsen. Und als sie die doppelte Überlicht-geschwindigkeit erreicht hatten, zerriß eine Explosion interstellaren Ausmaßes erst den Asylberg mit seinem Labyrinth und seinen traurigen, leeren Kammern, dann das ganze traurige, leere Land mit seinem stinkenden Schloß und allen sauberen Super-nannyzentren. ... Und wenn sie nicht gestorben sind... Ende*

Gedichte

Focusing-Gedichte

Worte, Worte, fließen raus dem einen zur Freud, dem andern zum Leid, sieh nur die Zeichen und alles ist gut. Knisternde Spannung, Atem gehalten, aufrecht stehen, langsam gehen, nur allein sein ist manchmal schlimm. In Alabama ist es heiß doch manchmal reicht ein Waschkessel um sich zu verbrennen welch ein Ereignis, welche Folgen. Vater groß Liebe heiß manchmal wäre ich gern bei dir. Zeichen setzen in der Welt der Pfeil fliegt seinen Weg ob er von mir weiß? treffen treffen treffen dich, wer immer du bist.

Kino

für mich ein Tempel

Tempel

für mich ein Kino verrückte Welt wer weiß?

Gedichte

Gedichte zu den Bildern vom Ausdrucksmalen bei Martina Kaltenbach/Stellshagen

Der Fluß des Lebens

a\. „begleitet von Feuer und Wasser fließt er dahin der Strom des Lebens in Richtung Ozean" b\. „Feuer und Eis manchmal kalt, manchmal heiß zwischen den Polen seinen Weg suchen" c\. „heiße Magma verkrustet an der Oberfläche schafft Strukturen Energie löst sie wieder auf"

Übers Gebirg\`

„Mutter Erde mit ihrer Kraft öffnet Wege nach oben zum mächtigen Fels Schnee grüßt Himmel"

EnergieBlase

„Eneregieblase blubbert nach oben kommt von weit her Raum und Zeit weit geöffnet Stille"

Keine bleibende Stadt

„keine bleibende Stadt haben wir wenn die Fluten kommen und der Mensch verschwindet in RaumZeit Ferne"

Der Tempel der Vergänglichkeit

„Wenn selbst der Tempel zerfällt und Sicherheit sich auflöst keine Grenze hilft die Dreifaltigkeit zuletzt"

Der grüne Planet

„Aus dunkler Frühzeit einst entstanden als das Wasser kam die Erde füllen grünes Geheimnis bleibt"

Gedichte

**Algorhythmus**

Der Algorhythmus wo ich immer mit muß und das Alphabet das keiner mehr versteht ziehn dich weg vom Kern von München bis nach Bern lösen dein Gehirn auf mit leisem Klirrn ferne Drähte glühn und nur mit viel Mühn rettet den Verstand das Zentrum und den Rand - Abstandshalter Oh du alter Abstandshalter tanzt herum wie kaum ein Alter Schrittchen da und Schnittchen dort und dann noch ein schönes Wort findest immer Zeit und Weg und zum Baden dann den Steg hübsch hinein ins kühle Naß und die Saibling welch ein Spaß haust die Farben aufs Papier trinkst am Abend gern dein Bier kannst auch segeln mit nem Kahn heimwärts düsen mit der Bahn wo die Süße auf dich wartet und die Nacht dann glücklich startet - Bremse Als die Bremse auf der Bremse stand und der Fahrer seine Mitte fand wurde klar was keiner wußte Knödel gibt es heut mit Kruste als das dann geregelt war fandens alle wunderbar heute dort und morgen hier manchmal Mensch und manchmal Tier konnten sich nicht gleich verstehn mußten erst nach draußen gehen ohne kleinstes Wimpernzucken oder um die Ecke gucken fand am Ende niemand mehr heiße Himbeern zum Verkehr doch danach wer hätts gedacht haben alle froh gelacht - Cappuccino-Bar Als beim Testen mit den Tasten flog herab der schwarze Kasten steuerte er wunderbar in die Cappucino-Bar fand dann dort ein dralles Mädl ging mit ihr ins schöne Städl wußte nicht wie ihm geschah als er seine Süße sah Vorschlaghammer flog heran jeder ahnt was jetzt nun kam Siegbert machte gleich die Fliege stolpert hart hinab die Stiege in die Arme von dem Clown der hat ihn ganz blau gehaun und die Moral von der Geschicht vergiß die Kerze nicht das Licht - Chili-Chicken Beim Chili chicken mußt du dich schicken sonst wird's dich zwicken beim späten Zicken die gute Laune dann in der Daune führt zu Geraune und auch Gestaune doch ganz am Ende kommt diese Fremde Das bringt die Wende in deiner Lende Sie denkt nanana du singst lalala Und mit heureka kommst ganz spät du da - Die Mücke Viel Glück auf der Brücke warnte mich die Mücke sie stellte mir ein Bein das glaubste nicht das Schwein da flog ich rein ins Wasser und fand es dort noch krasser fing an ganz schnell zu schwimmen kam spät Nachhaus mit Grimmen sehnte mich nach Wärme leerte schnell die Därme sprang ins Bett mit hurra doch die Mücke war schon da - Gassenhauer Auf der Lauer auf der Lauer liegt auch heut der Gassenhauer haut mal dort und auch mal da alle singen trallala durch die Wüste der Gedanken mußt du erst mal tüchtig wanken bis du dann ans Ziel gekommen fühlst dich dort bald ganz benommen doch die Verse müssen raus aus dem Oberstubenhaus oh wo ist das Publikum ? keiner da ach wie dumm mußt du halt mal selber lachen oder bessre Verse machen ! - Glocken Schlimmer die Glocken nie klingen als zu der Weihrauchzeit kannst es zu Ende nie bringen den Unsinn mit dem Streit trotz der Engel Halleluhia kannst du nicht glauben den Trara suchst den Weg nach Hause nach der müden Sause schnupperst nach entfernten Sternen willst am Morgen Neues lernen findest dann am End vom Weg einen allerletzten Steg der dich bringt von A nach B alles Weitre tut nicht weh - GluckGluck Gluck gluck der Vater gluck gluck das Bierchen Gluck gluck der Kater gluck gluck das Tierchen Gluck gluck das Feiern gluck gluck das Grögchen Gluck gluck das Reiern aufs schöne Söckchen - Grizzly Mit zehn Pfund kam er an mit hundertachzig ging er dann gar net amal so schwer verglichen mit an Grizzlybär - Herr Mustermann Kommt daher Herr Mustermann zieht sich warme Strümpfe an klettert schnell zu seiner Frau bellt ein fröhliches WauWau atmet heftig dann und wann fragt sich ob er das jetzt kann und am Ende von der Schau hört man herrlichen Radau - Heiliger Gral Er schlägt wiedermal über die Strenge und fährt mit seine Ski die Hänge da purzelbaumt er fröhlich los und mittags gibt's ne Gans mit Kloß nach dem Obstler und dem Schnaps sucht er unterm Schnee den Raps konnt ihn dort jedoch nicht finden drohte beinah zu erblinden als ihn grad noch mit viel Fleiß retten tut der alte Preiß zieht ihn raus in höchster Not schenkt ihm eine Scheibe Brot unten dort im fernen Tal fand er dann den heilgen Gral - Hipster Wenn a Hipster mit an Schwipsla hiphop danst und der Meier bei der Feier ran sich wanst kann der Toni mit der Froni fröhlich sein und der Maxl mit sein Haxl obendrein tut die Zenzi mit der Renzi rappen dann schmeißt der Ole an der Mole wenn er kann frische Lieder in den Flieder einfach so und am Ende von der Wende sagt sie : jo - Ikigai Auf dem Weg zum Ikigai brauchst du eine Woche frei um die Sinne neu zu klären und zu jagen diesen Bären den man früh dir aufgebunden und noch niemand hat gefunden in den Ästen von den Bäumen kannst du süß nun weiter träumen bis der Apfel fällt vom Stamm in dem Hirn mit tausend Gramm - Lalala Sitzt im Dampf vom Nudelbeck Rührei da und Mausi weg welch ein Kampf ach du Schreck Lalala um die Eck Hamburg naht Clarinchen auch Papa schlürft füllt den Bauch Freder weit ganz allein welchen Sinn hat das Sein auf dem Weg du wirsts spürn öffnen sich dann neue Türn und am End von der Geschicht offne Arme weites Licht - Liese Frische Brise bringt die Liese kommt zu Fall mit lautem Knall rote Nase hat der Hase ab das Fell ziemlich schnell denkt der Jäger dieser Säger doch die Liese wacht schnell auf schlägt den Jäger mit dem Knauf dieser schon der Ohnmacht nah schnell noch ihre Schönheit sah hoffte auf ne Bettgeschichte doch die Liese wollte nichte und der Hase dieser Spinner fand den Ausgang nicht vom Zimmer so geschah was kommen mußte Jäger schießt aus hohem Fruste doch aus Pech trifft er die Liese die verendet auf der Wiese und die Moral von der Geschicht trau der frischen Brise nicht - Mandala Bin fertig mit dem Mandala ja wart amal momendala wo is denn jetzt mei Mändala und für die Schuh die Bändala die Husn hängt im Kämmerla oh je du liebes Männerla fängst glei wohl an zu flennerla du bist scho so a Pennerla - Nonne Kam ne Nonne in die Sonne schmolz das Haar sonderbar und mit Wonne in der Tonne saß ein Gast auf einem Ast als der Franz nach dem Tanz unterm Topf mit dem Kopf sucht den Mond ungewohnt der strahlt nett bis ins Bett und die Franzi mit ihrm Ranzi läßt es wallen mit Gefallen - Old Shatterhand Im letzten Zugabteil wird grad die Stimmung steil die Piefkes singen schnell und draußen wirds schon hell und dann so kurz vorm Ziel wird's selbst dem Chef zuviel zieht er die Brems zur Not bevor die Schafe tot da springt er raus zur Tür und tanzt die BoogieKür worauf die ganze Crew zum Abschied singt huu huu doch dann am nächsten Tag er in einem Bette lag wo er die Stimm nicht kennt und seine Kerze brennt als die dann fertig war fand ers ganz wunderbar und für nen Sonderlohn spielt er den netten Sohn bis der Advent vorbei sind alle wieder frei und die Moral zum End reiz nie Old Shatterhand - Paps Danke Paps sagt der Fratz Trinkt nen Schnaps ohne Hatz Lacht sich krank den Verstand Auf ner Bank beim Versand Kommt zurück toll gestylt Mit viel Glück unverpeilt Leert den Topf mit Geschick Hoch den Kopf klar den Blick Alldieweil ohne Müh Fliegt der Pfeil und sagt blüh ! - Prallinee Morgens nach dem Prallinee stach ich mit nem Knall in See suchte meine Urgroßmutter fand doch nur nen alten Kutter brachte mich ans andre Ufer folgte dort dem lauten Rufer der mit Herzblut ritt den Schimmel und am End flog ich zum Himmel Reisen Auf den Reisen kannst du speisen und dich mit den Neffen treffen in den Schlangen dich verfangen und beim Essen sie vergessen gehst am Abend still zur Ruh siehst am Morgen dann ne Kuh rätselst was das Ganze soll findest es am Ende toll Sturmgebraus bleibt heute aus morgen kommt der Nikolaus bringt nen Sack mit coolen Gaben viel zu schwer für dich zum Tragen läßt ihn liegen ohne Schad steigst dafür aufs schnelle Rad wenns davon fliegt mit Hurra singen alle trallala - Sinnema In dem schönen Cinema findest du den Sinn oh ja läßt dich treiben durch die Welt rätselst rum für wenig Geld um am Ende einzusehn ohne könnte auch es gehn doch der Reiz von der Geschicht auch im Trüben steckt das Licht das dich auf die Gipfel führt wo das Jenseits dich berührt nach dem langen Sucheweg sitzt die Pause auf dem Steg kannst entspannt hinübergehn um den Sinn dann dort zu sehn - Strandkorb Sie haben hier ein schönes Plätzchen das sagte sie zu ihrem Schätzchen da gab sie ihm nen Korb am Strand und riß das Geld ihm aus der Hand er lümmelte sich friedlich rein und schloß die Augen nur zum Schein spät kam sie schließlich angewackelt zu schauen obs bei ihm geschnackelt das Spiel der Spiele es begann sie stand die Frau und er den Mann - Zeck Dieser Zeck der muß weg denkt ganz keck Mister Bleck doch der Schneck in der Heck ahnt den Speck von dem Vreck turnt am Reck aus dem Eck nur zum Gag bis zum Weck doch der Beck sieht das Leck haut den Zeck welch ein Fleck -

Gedichte

**Nonesense 2021**

Biene Ei verreck so ein Schreck Denken lahm Biene kam unbemerkt stach sie zu raubt dem Wanderer die Ruh bis sie auf der Straße lag schnell zuend die scharfe Plag hat ihrn Stachel kühn verschenkt und ihr Lehm zum Tod gelenkt ohne Friedhof weilt sie nun kann so schlecht was andres tun hab das Gift schnell rausgezutselt Worte kamen rausgesprutselt Und die Moral von der Geschicht Träume doch beim Wandern nicht Rotz Rotz rinnt aus der Nase voll ist bald die Vase unermüdlich dieses Treiben keine Freude dieses Leiden möchte meine Nase wieder singen schöne frische Lieder Rotz rinnt aus der Nase voll ist bald die Vase Erbarmen Kein Erbarmen für die Armen keine Mühe für die Kühe kein Erröten nach dem Tröten und kein Reiern nach dem Feiern aber Schwingen nach dem Singen aber Weinen nach den Kleinen aber Juchzen mit dem Schluchzen und auch Tanzen mit dem Ranzen Wind Dass der Wind der Veränderung weht merken manche früh und manche spät die einen wollen Mauern bauen die andern Wind von Rädern trauen das bange Herze will verzagen die Mutigen die wollen tragen so treiben die Gezeiten durch Universums Weiten und kommt was kommen muß zu knacken schwer die harte Nuß der Ozean schaut sich das lachend an was er da treibt der fremde Mann das Weltenrad es dreht sich weiter und nur die Weisen bleiben heiter Erben Scherben für die Erben für die Haie nach dem Sterben Töne für die Söhne und Gelächter für die Töchter für die Mutter bißchen Butter für den Vater einen Rat ja dann ein Ruder für den Bruder für die Schwester den Harvester für die Neffen bald ein Treffen und die Nichten dürfens richten für den Opa eine Oper und die Oma etwas Soma für die Tanten schöne Wanten und die Onkel paar Monokel Scherben für die Erben für die Haie nach dem Sterben Dharma Die donnernde Stimme des Dharma befreit mich von meinem Karma gibt meiner Seele schwingende Ruhe wie der edle Stein in dieser Truhe gibt Stille in mein tiefes Herz läßt mich vergessen tiefen Schmerz befreit von dunklen Wolken meine Stirn schenkt schöne tiefe Wellen meinem Hirn was alle Lamas täglich suchen im leeren Sein und auch im Kuchen beim Strecken in die ferne Welt, wo Es uns nur mit Liebe hält Perseverance Perseverance denkt sich der Stenz in seiner Küch is nix für mich schnell schnell solls gehen und alles sehn das Traumschiff ja ist sonderbar bis Bruder Mars erkennt die Farce ein ganzer Schwarm auf seinem Arm der Mensch er drängt die Antwort hängt Lock me down Come lock me down from the center to the crown give me just the rest enjoy with me the nest let us dance and love to the sea now very rough come lock me down from the center to the crown let us have some fun later we can take the gun kill some virus just unseen not to feel but in between come lock me down from the center to the crown now when winter´s gone and the flowers soon will come looking for a future crying out for nature come lock me down from the center to the crown time to hold a hand hope for bees to stand till big wave will come and latest things are done come lock me down from the center to the crown it takes you to a land unknown no one knows what will be shown when time has gone there´s no more fun > come lock me down, from the center to the crown Kofferfabrik In der Kofferfabrik pflegt jeder seinen Tick das Nischenmonster liebt jeden Plomster das nennt man dann Kultur vergißt dabei Natur das Blühen lang vorbei den einen ist es einerlei doch manchen blüht auch hier ein Herzchen mit plaisier so sucht der ganze Troß wohl bald ein neues Schloß und wenn sich keines findet ist die Kultur erblindet mit Trost bei Kloß mit Soß die Koffer packen los ! Zwischennutz Mit einer AG Zwischennutz bröckelt hier der Wandverputz ist das Nestchen dann mal fertig kommt die Immo ziemlich hurtig will die Bleibe wieder haben sich an vielen Talern laben wie einst schon Onkel Dagobert mit seinem scharfen Doppelschwert der Januskopf des Kapital schenkt Freude ihm und andern Qual und wenn das Volk dann zornig wird kommt Polizei schnell angeschwirrt soll alles wieder regeln und Dagobert geht segeln Great Barrier Reaf Great barrier rief und ich kam viele Jahre später mit meinem Bräter ach ja der alte Kram heute geht es ohne Scham und ohne Schnief, dort unten am great barrier reaf Promibacken Da blasen sie wieder auf ihre Promibacken und haben einen Lauf beim Sofaflacken sie suchen einen Knauf mit Goldstückzacken und freuen sich Zuhauf aufs Promibacken zum allerletzten Kauf der Kakerlacken ganz hoch hinauf mit stierem Nacken und ist das Tor dann auf muß auch der Promi kacken Nonnenberg Am Nonnenberg da wohnt ein Zwerg spielt laut heut die Trompete ja so ein Gwerch denkt sich der Berch wer schenkt ihm ne Tapete von Anfang an welch wilder Klang wo bleibt nur die Rakete der Zwerg lenkt ein ist so allein versteckt sich im Pakete es ist schon spät und niemand rät wer kriegt denn nun die Knete der Berg er stöhnt ist so verwöhnt und rezitiert Gebete der Zwerg gibt auf hat einen Lauf zu seiner Nofretete No Water no Moon No water no moon no ice no sun no house no room no smile no fun the wall falls down with Mr.Genscher and people drown in that adventure as Gorbis hand brings freedomland to open hearts and silence starts then time will come when all has gone new leaders need new hands stretching out for friends Lebenslauf Im Grünen sitzen auf Rädern schwitzen in Bädern schwimmen im Walde trimmen in Bahnen schweben in Strabas kleben in Häusern schlafen an Ecken waafen das Fähnlein schwingen im Chore singen die Hunde jagen die Tüten tragen die Tröte spielen in Schränken wühlen den Nächsten küssen die Liebste vermissen Pläne schmieden Wasser sieden zu guter letzt so abgehetzt ist das dein Traum oder nur Schaum ? was sagt dein Herz in all dem Schmerz ? wo findets Ruh beim blinde Kuh ? wie Innehalten bei all den Falten ? kommst gut voran mit deinem Plan doch manchmal führt die Autobahn entlang an steilen Klippen und zieht der Tod den letzten Zahn zu spät um auszuflippen auf der Geraden kurz vorm Ziel da wartet er der große Nil der Ozean so unermäßlich er nimmt dich auf vergeß dich ! laß los und tauche ein in diesen wundervollen Schrein dort gibt es nichts zu siegen laß deine Seele fliegen Wöhrder Wiese Am Bahnhof Wöhrder Wiese da sitzt die Mörder Liese sie wartet dort auf Opfer mit dem Kartoffelstopfer doch heute kam fast keiner erst ganz zum Schluß der Reiner der freute sich auf ein Konzert doch Liese fällt ihn mit dem Schwert als er dann in den Himmel kam war Liese plötzlich ziemlich gram sie bat den Petrus um Verzeih doch diesem war das einerlei er gab den Reiner nicht mehr her so wurde Lieses Leben schwer beim nächsten Mal bei Wöhrder W[iese]{.underline} da klappt das Messer diese Fiese doch diesmal wurde sie gefaßt im Himmel auch kein Platz zur Rast so mußte in die Hölle sie wo man ihr einen Mantel lieh denn trotz der Hitze in dem Reich war ihr das alles ziemlich gleich sie war von Haus aus ziemlich kalt und diese Bleibe ihr zu alt so kam sie schon nach tausend Jahr auf Bewährung frei wie sonderbar denn der Reiner dort im Himmel schrieb nen Brief an Mister Simmel der da oben tätig war mitten in der Engelschar bei dem Petitionsausschuß kurz vor Redaktionsbeschluß so kam die Liese dann am Ende schnell zurück in neue Hände doch der diesmal Auserwählte und mit Freude schnell Vermählte machte leider einen Fehler als er die Ringe holt beim Hehler stieg auf Wöhrder Wiese um als Liese kam die Ecke rum so kam was kommen mußte die Lies in ihrem Fruste erinnert schnell ihr altes Leben hats mit dem Hammer ihm gegeben als diesmal sie vor´m Richter stand war dieser außer Rand und Band keine Chance wollt er geben diesem armen Lotterleben doch die Liese war gerissen fing den Richter an zu küssen wie die Geschichte dann mal endet bekommt ihr nächstes Mal gesendet Peter wackelt Wenn der Peter wackelt mit seinen Liedern kackelt hebt die große Sause ab vom Nordpol bis zum Kap da drehn sie ihre Runden und freun sich über Kunden die auch gern Säue treiben und laue Texte schreiben mit Peter wird gewackelt nicht lang herum gefackelt mit Weibern und viel Bier von Malle bis nach Trier und wenn die Leute feiern läßt Peter sie mal reieren die Sause muß ja weitergehn das werdet ihr doch wohl verstehn für alle dies noch nicht geschnackelt mit Peter wird ganz wild gewackelt Doodle Wenn der Althofpeter mit seinem Doodle alte Omas schützt im Rudel geht das Herz der Menschen auf nehmen Tränen ihren Lauf weil der starke Machomann auch noch andre Dinge kann außer starke Jungs vermöbeln und mit Filmen Zeit verdödeln hat er ne soziale Ader denn er steuert das Geschwader der ps-verstärkten Räder wehret ab verschrobne Täter um am Ende auszuruhn oder was mit Boxen tun dieser Mann der hat Charakter fährt zur Not auch mal nen Traktor mit der Omi oben drauf heissa was ein Lebenslauf Ätna Wenn der Ätna spucken tut kommt herab die heiße Glut sinnvoll nicht zu nah zu sein bleib Zuhause trink dein Wein sei denn bist ein Forscherteam hast es dann ganz gern intim steckst die Nas in´ Höllenschlund treibst es ziemlich kunterbunt wenn die Asche sich verstreut hast vielleicht du es bereut kommt das Magma angeflossen wird das Bäumchen noch gegossen wenn es rumpelt, scheppert, brennt jeder durch die Gegend rennt auf der Suche nach den Seinen mancher wird gar heftig greinen so ein Berg mit dieser Power liegt schon lange auf der Lauer wartet nur bis du gefangen um dann eine dir zu langen Abstand halten Abstand halten hör´n die Jungen von den Alten Aug in Aug mit der Gefahr wird die tiefe Weisheit wahr macht euch die Erde untertan Aug um Auge Zahn um Zahn sind die letzte Wahrheit nicht such die Liebe such das Licht WhiskyQuicky Als der Quicky mit der Ricky fertig war ging er in die Vino-Bar nach dem fünften Whiskey pur sah er auf die Kneipenuhr die vier Zeiger drehten schnell fand sich auf nem Karrussell bloß nicht aufstehn oder laufen oder eine Runde raufen lieber schön gemütlich sitzen noch fünf Korn und dann schön schwitzen Ricky wird ihn dann schon holen oder ihm den Arsch versohlen lieber noch nen Cocktail trinken und dem Doktor drüben winken oder ists Gevatter Tod alle Lampen glühen rot wann kommt denn nur das Schatzilein da hilft doch nur ein Schnapsilein wie kommt er raus aus dieser Nummer woher nur all der Riesenkummer wo bleibt sie nur die letzte Nette auf zur letzten Ruhestätte was könnt er anderes denn tun da hilft doch nur ein Zwetschger nun ! Küßt euch ! Küßt euch Kampf der Seuch ! füllt den Wein in neue Schläuch sucht mehr Nähe mit der Krähe hackt dir schon kein Auge aus bringt dir allenfalls ne Laus mit Corona leben schwer lieben unser Leben sehr viel zu viele unsrer Art nur die Hälfte wär apart freiwillig haut keiner ab mit ner Seuche ist es leichter hält uns heute schön auf trapp und Kultur wird immer seichter wohin wird uns das noch führen müssen uns jetzt mächtig rühren doch das Küssen führt nicht weiter das Vermächtnis ist nicht heiter mach dir die Erde untertan ist offenbar kein guter Plan wachet auf ihr lieben Leute singt ein Lied am besten heute laßt die Schöpfung Schöpfung sein was Besseres fällt keinem ein Spuckschutzhaube Ich sitze hier in meiner Laube unter meiner Spuckschutzhaube denke kühn an bessere Zeiten wer kann uns denn zur Sonne leiten Augen müde Blicke trübe innen düstre Deprischübe fast vergessen wie´s mal war mit der lieben Freundesschar Tennis spielen Schwimmen gehen aus der Ferne kann ichs sehn nur die Ohnmacht die ist greifbar keine Kneipe nun erreichbar Kloß mit Soß und sonst nix los Kein Barrista zeigt sein Können Keine Wonne keine Wönnen auf dem Mars könnt es so sein dauernd grübeln fast allein ein Königreich für einen Gaul die Stimm erheben auf das Maul Mantren singen und auch Chantis in den Tee ein bißchen Kandis und danach vom Segeln träumen oder alte Schränke räumen viele Sachen schmecken schal Meister Osho ist´s egal Oh Leary ! Oh dear Leary you are very weary money money money and no time for honey always on the run seems to make him fun flying through the air no sense for tak´n care money money money and no time for honey Durststrecke Wer denkt daß diese Durststrecke endet in der nächsten Hecke hat mit Verlaub sich wohl geirrt den Viren gfällts auf dieser Welt wer hat sie nur hierher bestellt der Große oben ists gewesen das sagten sie ganz spät am Tresen er hätte diese List sich ausgedacht oft hätt man ihn schon ausgelacht so müßte er nun wieder einmal die Menschen rütteln mit dem Kainsmal aufgepaßt und hergehört ruft er laut und wird gestört nun ihr Völker hier auf Erden täglich regnet es Beschwerden über eure rauhe Art daß ihr seid so furchtbar hart zuviele Wesen ausgemerzt jetzt habt ihrs euch mit mir verscherzt zur Strafe müß ihr tausend Jahr warten in der CocktailBar nichts zu trinken außer Wasser keine Frauen noch viel krasser keine Häuser nichts zu essen hoff ihr werdet´s nie vergessen zweite Chance kommt vielleicht falls ihr dann mein Herz erreicht zur Besinnung müßt ihr kommen wenn ihr diesen Berg erklommen sonst endet diese Durststrecke wieder in der nächsten Hecke Delir Nicht zu verstehn so ein Delir viel leichter lebt sichs ohne ihr das kann dir deine Sinne rauben und du wirst seltsam Dinge glauben die Welt sieht da ganz anders aus du suchst umsonst den Weg Nachhaus du findest nicht was du grad suchtest weißt morgen nicht was du verfluchtest kommst andern ziemlich komisch vor verlierst vielleicht dein letztes Ohr seltsam Welt in dem Delir leichter lebt sichs ohne ihr Techno-King Der Techno-King der hört gern Swing Raketen müssen rauf und runter Fabriken baut er ziemlich munter Jeden Tag ne Sau durchs Dorf an der Börse auch nen Wurf holzt die Wälder ab wie nichts sägt die Äste an wann brichts ? moderner kannst du heut nicht sein mit ner Maske von Herrn Elon und du bist auch nie allein im Licht von Mister Neon die Welt aus ihren Angeln heben dem Konto tüchtig Zucker geben der Techno-King der hört gern Swing Master of Coin Der Master of Coin schickt heut ein ein fröhlich moin läßt es klimpern in sei´m Beutel ordnet schnell noch seinen Scheitel bevor er sich zur Jagd anschickt und schnell ganz viele Knöpfe drückt da sausen die bits nun durch das All und suchen fremden Widerhall bis Mittag ist soviel verdient daß Master schon vor Freude grient coin für coin schnell abgezockt fremde Blicke abgeblockt aus dunklen Bahnen extrahiert die doofen andern ausgeschmiert zocken bis zum Gehtnichtmehr innen drin ganz furchtbar leer ist die Truhe vollgestopft der Geifer aus dem Winkel tropft mit Siegestaumel und Hurrah feiert der Mister sein Trara gut moin gut moin brüllt Master Coin Heute Heute gehe ich nach Hause freue mich auf meine Brause erst ganz heiß und dann ganz kalt plötzlich fühl ich mich so alt über siebzig bin ich schon kann ihn sehen meinen Thron steht weit oben auf dem Tisch morgen Abend gibt es Fisch dann zuletzt da heißt es fliegen und den Meister Tod besiegen Mutante Die Muh-Tante steht im Stall wartet auf den Echohall die Mu-Tante Donnerwetter wird am Ende immer fetter als Mut-Tante fliegt sie weiter lacht sich scheps und wird ganz heiter Mu Mu Mu nur zu nur zu bringt dir heute keine Ruh doch die Tante wenn sie wollte sieht sich selbst als Witwe Bolte Dou di nedd so oh Ja gouder Mo dou di nedd so oh bist scho so a Fregga konst mi nedd dablecka werst scho seng wos des dir bringt in dem Chor wo jeder singt kannst ja kaum dei Stimm dort halden ghörst jetzt a scho zu de Alden bass ner auf daßd net verkrampfst wensd danach die Kniedla mampfst und die Bierla abigurglst und danach recht lange schnurglst bis die Weibi auf dich weggd mit an Glas Champagnerseggd dou di nedd so oh bist ja doch a gouder Mo Lou nedd nouch Lou nedd nouch bei dera Plaach reiß di zamm a ohne Kamm find die Spur a ohne Uhr komm zu Podde alder Schodde Häng di nedd hie Häng di nedd hie du alds Genie du greisslichs Monsta schreibst Verse wie a Plomsta schenierst dich gwiess nedd ums Verreggn bei deine Kämpf mit dene Zeggn dengst immer gradaus zu und lou mer bloß mei Ruh suchst hald dei Zentrum spät bis früh häng di nedd hie du alds Genie Wellerman Wellermann heizt die Kassen an ein Seemannslied das ist jetzt dran der Ballermann er ruft und ruft die Flieger düsen durch die Luft eingesperrt im Strandcafe mit eingeschweißtem Lunchbuffet raus ins Leben nach dem Beben wieder in den Süden streben Postbot Nathan hats gewußt Lieder helfen gegen Frust doch das Fernweh schreit zu laut wenns raus die Sicherung nun haut so wird gewellertr und geballert und kleine Viren laut beschallert bis diese wiehern oder frieren oder sich zum Abschied zieren neue Lieder könn´ uns wecken oder stechen frische Zecken Bluetooth Auch du mein Sohn Bluetooth mit feuergeschwärztem Ruß soll denn von mir nichts übrig bleiben außer ein paar Kartoffelreiben Verrat Verrat in jeder Stadt wohl dem der nun noch Freunde hat wenn blaue Wellen Lieder tröten und harte Männer Kaiser töten ach hätte Brutus das gewußt daß Bluetrooth bringt uns soviel Lust er hätte Rom verlassen ziemlich schnell war er im Kopf doch wirklich hell hätt sich am Landsitz ungeniert mit der Geliebten echauffiert und dort mit Bluetooth sie entzückt so wäre Caesar nie entrückt das römisch Reich noch heut bestände und die Germanen wären Fremde Inzidenz Die Inzidenz denkt der Stenz is a bessre Flatulenz welch ein Drama mit dem Rama schaut doch dieses Panorama ist´s nicht schön anzusehn unser herrlich Alpenglühn laß uns fahr´n zu den Lofoten und vergessen all die Toten wer hat sich das bloß ausgedacht kann nicht stimmen wär gelacht die Verrückten sperrn uns ein da müssen wir uns schnell befrei´n Maskenterror Abstandswahn laß uns fahren mit dem Kahn die Aida unser Freund keiner da der uns vollgreint laß uns fressen laß uns saufen oder eine Runde raufen Hauptsach weg von dera Plaach wir wollen Siege nicht die Schmach mit diesem kleinen Viruslein machen wir uns nicht gemein so denkt der Stenz die Inzidenz is a bessre Flatulenz sieht die Zeichen nicht an der Wand kann sie nicht lösen mit Verstand kann mit dem Herzen sie nicht spür´n so sind verschlossen alle Tür´n Sakura Aruki Hanami welch eine Schau Frühlingsereignis ganz ohne Radau das Wunder aufs Neue wie jedes Jahr der Himmel so blau und zauberhaft klar in der Ferne der Fuji mit seinem Schnee die Boote sie gleiten über den See die verliebten Paare herzlich vereint in den Bäumen die Stare wie es scheint das Meer der Blüten betörend und schön ganz Nippon vereint in höheren Höhn Mutter Merkel Mutter Merkel Vater Staat welch Gewerkel welche Tat Feind nicht leicht zu sehen Weg nicht leicht zu gehen so viel Ernst in diesem Spiel wer kennt heute noch das Ziel wie eine OP am offenen Herz Wut Verzweiflung und viel Schmerz zusammenhalten mit den Alten und die Kinder nicht vergessen verrückte Zeiten nicht verwalten früher hat mans ausgesessen heute muß man es gestalten Enkel werdens nicht vergessen mach dir die Erde untertan auch Viren haben diesen Plan Manitou der große Lenker schickt uns nun vielleicht zum Henker mit Frust und Blindheit untergehn mit List und Tücke überstehn Biene 2 Sitzt ne Biene auf der Schiene gibt's schon bald etwas zu griene kommt der Zug dann angerattert ist die Biene ganz verdattert fliegt nicht weg noch vor der Zeit bis der Zug dann stehen bleibt kommt der Fahrer mit Bedacht fragt sie was sie da grad macht sie bedankt sich bei dem Mann fragt ihn ob er hat nen Kamm will sich ihre Haare richten doch da denkt er an die Pflichten muß nun weiter mit dem Zug schnell sie auf die Seite trug zu einer Blüte wunderschön meinte dann er müßt jetzt gehen fragt sie noch nch ihrer Nummer doch das macht ihr ziemlich Kummer eine Nummer hab ich nicht sie verschwand im hellen Licht er quittierte seinen Job und begann sie dann zu suchen sie vertrieb grad einen Mob und flog an dann einen Kuchen er kam auch an diesen Ort in der Nähe von nem Hort als der Kaffee dann noch kam war er glücklich dieser Mann zieht die Ringe aus der Tasche öffnet schnell die Schampusflasche willst du meine Braut nun werden dann ritten sie davon mit Pferden und ner Kutsche hintendran Biene Majon und ihr Mann Weadschaffd In der Weadschaffd werd was gschaffd alles prima wenns so laffd drei viere Bierle müssens sein mit ganz vielen nicht allein steigern das Sozialprodukt am besten wenn grad kaaner guckt Nuans Nuans schießen schreit der Trainer Ball verschwunden im Container auch der Schiri wird vermißt hat ein Faul stehn auf der List nuans halden sacht der Dorward der kam heut mit seinem Borgward doch die Stürmer ziehn voll ab mit die Schlappn nicht zu knapp nuans neihaun wolln sie alle doch der Striezl ahnt die Falle nach der Pause frisch gedopt und vom Käptn doll gelobt nuans meint der Herr Reporter bringt dem Schiesser noch mehr Schodder und dem Präse vom Verein ganz viel Kohle und nen Wein nuans schätzt der treue Fan müßte nun am End noch gehen fünf zu null der Stadionsprecher Freibier gibt's im großen Becher Panta Rhei Oh laß doch mal den Panta rei oder auch die andern zwei da haben wir dann gleich mal drei oder lassen alle frei nichts bleibt wie es war das scheint sonnenklar alles ist im Fluß bis zum letzten Schuß Panta Rhei Panta Rhei schwimm dich frei schwimm dich frei Rawadari Rawadari Rastafari immer weiter immer weiter auf der hohen Himmelsleiter Larifari oder Gschmari kommt ein Reiter wird gleich heiter in die Höhe und dann breiter liebt der Hari seine Mari und wird niemals nicht gescheiter immer weiter immer weiter Rawadari Rastafari Derwisch Drehen drehen nochmals drehen sehen sehen nochmals sehen lieben lieben nochmals lieben Segen Segen nochmals Segen

Adlerflug

Deckhengst Adlerflug hatte offenbar genug stellte heut sein Leben ein Besitzer ist nun ganz allein muß in Zukunft selber spritzen oder neuen Hengst besitzen Adlerflug geht jetzt nach Hause gönnt sich eine Himmelsjause und die Moral von der Geschicht deck zuviele Stuten nicht Bembers Wenn der Bembers in der Pampers in den Abgrund springt und der Lari mit der Fari in nem Nachclub singt wenn die Olga an der Wolga sich verträumen tut und die Mari mit der Anne auf dem Sofa ruht wenn der Steffen mit den Neffen mit dem Lichtschwert kämpft und der Toni mit der Loni Bratwurst ißt mit Sempft wenn der Bembers mit den Pampers wieder kommen tut dann und nur dann haben alle fun und brutzeln in der Glut Lucky log Lucky log bevor er flog kam nicht weit war nicht bereit seine Fehler anzusehen andre Wege nun zu gehen kurz dann vor der Höllenschlucht traf es ihn mit großer Wucht mußt sein Leben ändern nun sonst wirst du da unten ruhn wo schon viele vor dir lagen kannst es sehn in alten Sagen wo die Helden Neues wagen ihre Haut zu Markte tragen Ego opfern und Fassade gehen aufrecht gehen grade auf des Schicksals ewgen Wegen suchen allerhöchsten Segen Lucky fiel zu seinem Ende einer Braut dann in die Hände die zog ihn weg vom letzten Riff worauf er folgte ihrem Pfiff alles Kämpfen aufgegeben genießt er nun sein schönes Leben neue Helden braucht das Land mit viel Herz und auch Verstand Spaghetti Coronara Spaghetti Coronara ißt am liebsten unsre Lara sie vermampft sich mit viel Freude und am besten ganz viel Leute haut gern rein soviel es geht wenn da nicht ein Schutzmann steht der ihr zeigt wie man das Ganze teilen könnt mit Mister Franze wie einst Susi mit dem Strolch oder auch im Teich der Molch teilen teilen ist die Losung selbst den Wein von Onkel Frohsung doch Corona will halt keiner Lara wird drum immer kleiner bis den letzten Vers sie schreibt und von ihr nichts übrig bleibt Spargelkönigin Veronika der Spargel wächst es fühlt sich an wie ganz verhext er wächst und wächst und hört nicht auf und oben dran ein netter Knauf das Mädel scheint so fassungslos was mach ich mit dem Spargel bloß zum Stechen scheint er viel zu schade vielleicht probieren mit Marmelade oder mit nach Hause nehmen schälen zwischen hübschen Benen Laune macht das allemal auch dem Spargel zum Fanal die Königin den König fand da freut sich doch das ganze Land Wanderfalken Hudern oder Pudern fragen sich die Falken ludern oder rudern da biegen sich die Balken die Eier brechen auf die Youngsters schlüpfen aus fragen sich wo sie da sind Mutter Schnabel voll geschwind fressen was sie kriegen können das macht Wonne und auch Wönnen bis sie groß und stark geworden erster Ausflug der macht Sorgen Schwingen weit und ab die Post Eltern freun sich sagen Prost ! Matador Ein Matador stand einst am Tor derweil der Stier kratzt sich am Ohr das Publikum ruft laut zuzm Kampf da kriegt der Matador nen Krampf der Stier der ist des Wartens müde er feuert an den Mann ganz rüde das große Rund brennt nun schon heiß der stolze Kämpfer doch wird leis weil er die Beichte hat vergessen und sich mit Schäufle überfressen der gierig Mob will nun was sehn doch auch der Stier will jetzt schon gehen da wolln die Leut ihr Geld zurück der Matador wird schier verrückt als er bei seiner Bank anruft sitzt deren Chef selbst in der Gruft der Stier fängt da zu tanzen an und freut sich auf nen andern Mann der Matador kratzt sich am Ohr steht nun beim Club im Fußballtor Sattgut Hast du Saat ist es gut bist du satt kriegst du Mut andre Sachen ausprobieren in die Schule gehn studieren immer wenn der Bauch ist leer wird das Leben furchtbar schwer kannst nicht denken und nicht planen oder andre Leute mahnen bist auf Hilfe angewiesen oder Feinde zu erschießen bist du satt ist alles gut hast du Hunger kommt die Flut Zwangsvorstellung Da hat der Mann mit Zwangsvorstellung geträumt von einer Bäumefällung der war fünfhundert Jahre alt an seinem Ende noch nicht bald doch der Typie mit den Zwängen schaut herab von hohen Rängen schwimmt im Geld schon vor dem Deal Gewissen wäscht er mit Persil der Baum find er der steht im Weg kann sehen nicht das Sakrileg doch aus dem Himmel kommt ein Blitz trifft unsern Immo in den Schlitz darauf haucht der sein Leben aus der Baum streckt sich zum Himmel naus Die Alten Ja ja die Alten mit den Falten müssen wir bedacht erhalten wenn die Jungen mit den Zungen schreien laut aus ihren Lungen Fastenzeit Immer in der Fastenzeit werd ich in der Mitte breit Keusch sein Keusch sein ist unmüglich denkt sich unser Hans täglich sehr vergnüglich dieser schöne Tanz Schleier über Schland Schleier über Schland Trauer ohne Rand ausgeflogen Hoffnung trogen kicken hin und kicken her rundherum ist nicht so schwer ohne Feuer und Elan fühlt sich an wie Lebentran Jogis Löwen ohne Krallen vor den Fans ganz tief gefallen muß ja auch nicht immer glücken alle Menschen zu entzücken darf halt jetzt ein Neuer ran bin gespannt was der wohl kann Wunder kann es immer geben doch ein Dampfer kann nicht schweben No free Tete Kein freier Kopf trägt diesen Zopf kein lauschig Mahl löst diese Qual kein traurig Mond im Himmel wohnt kein treuere Spatz sucht diesen Schatz kein buntes Tun läßt alles ruhn Dickmadame Dickmadame die lachte Lattenrost der krachte sachte sachte nich so doll sonst kotze ich hier die Stube voll und der das Bett das wundert sich über einen Bienenstich doch Madame beruhigt sich wieder schmettert später schöne Lieder I scream I scream icecream no one hears me so let us lean and catch a bee just in front of that dark sea how can it be, can it be no one knows the future scene only in my dreams I´ve seen what then will be will be the future´s not our´s but free so free thank´s heaven´s hot showers the land will be dry and many will die when the deserts grow no more time for the show water will come to late to run from heaven tears will fall and no one there to call Flachmann Kluge gehen zum Flachmann danach hört man nen Krach Mann Musi laut und Tanzen wild sehen nicht das Einbahnschild geben Gas als wärs egal ausgebremst mit Donnerhall Scheiben klirren Menschen schrein kannst du mir nen Grabstein leihn das Begräbnis war sehr schön in den Bergen gab es Föhn keiner wußte was geschehn Flachmann hat ja keiner gsehn Pastinaken Laßt die Pastinaken quaken und die Apfelsinen dienen laßt die Mäuse rennen und die Mädchen flennen laßt die Autos sausen und den Männern ihre Flausen laßt die Berge weiter wachsen und den schrillen Clowns die Faxen laßt den Meeresspiegel steigen und den Himmel weit mit Geigen laßt die Toten friedlich ruhn in den Gräbern und den Truhn und am Ende wirst du flehn doch das Ganze nie verstehn Dia de Muertos Dia de Muertos Klösse zwei mit Erdnuß und danachg nen Riegel versehen mit nem Siegel literweise Rum und Gin wers nicht verträgt der ist bald hin in die Kiste in die Erde niemals gab es ne Beschwerde und der Priester atmet heftig seine Kinder die sind kräftig in dem Lande der Azteken herrscht der Tod nicht nur an Theken Abbatare Cantare oh cantare wer kennt die Abbatare vierzig Jahre keinen Ton was kümmeret denn die Fans das schon Wunder können stets geschehn ohne Haare ohne Zehn Hauptsache der Rubel rollt bis der Falsche zieht den Colt bläst die Freude weg im Nun Atemstillstand raus bist du Proteste Mußt du leben vom Brotreste helfen meistens nur Proteste mußt du leben ohne Dächer hilft er nicht der kleine Fächer mußt du leben ohne Wasser wird es schließlich immer krasser fehlt am Ende noch der Hut ist es aus mit heißer Glut kannst getrost zu Grabe gehen oder nach Verändrung flehn mußt dein Schicksal selbst gestalten sonst tun andre dich verwalten Flatrate Flatrate macht das Leben schön Haare stylst du mit dem Föhn und im Lande der Banausen sortiern sie dir schon deine Flausen suchst dir Wege durch das Leben kann ja doch nichts Schönres geben bis du plötzlich inne hältst bevor du in den Abgrund fällst war da nicht noch ein Versprechen jenseits aller Haßverbrechen Jesus dieser Schmerzensmann sprach von Liebe dann und wann mußt es halt mal ausprobieren kannst dein Leben korrigieren nie zu spät für diesen Traum alles andre ist nur Schaum Boostern Mama laß dich boostern und das nicht erst an Ustern Spritzchen rein und abgedrückt und die Mama ist entzückt ist immun jetzt gegen Viren kann nun kämpfen miut den Stiereen doch der Bulle mit seim Horn rangelt heftig sich nach vorn will die Mama attackieren doch die stärkt sich schnell mit Bieren packt das Tier an seinem Horn und das Spiel beginnt von vorn Tod Jeder stirbt aber keiner ist tot der Vogel zirpt der Himmel ist rot Leben vergeht wie die Winde wehn die Zeiger der Uhr sie bleiben stehn die funkelnden Sterne im großen All dort in der Ferne ein tosender Hall die Erde dies Kügelchen blau wie schön die Stille so ohne Radau Myriaden von Wesen die kommen und gehen durch winzige Ösen kann keiner verstehn von Anfang bis Ende der Tod mit dabei ein Sehnen und Schweben und schon bist du frei Siechhaus Um die Ecke liegt das Siechhaus kommst du hin mit deiner Kriechmaus wenn die Ängste abgeschüttelt und der Körper durchgerüttelt wenn die Lebenslinie knickt und der Alte heim dich schickt wenn die letzten Möven fliegen Babies schlafen in den Wiegen Mörder schleichen um die Ecken Ärzte ziehn die letzten Zecken roter Rauch die Räume füllt Stille in die Ohren brüllt Raketen fliegen overdrive Soldaten töten noch nicht reif Siechhaus ist schon übervoll in den Discos Stimmung toll mit dem letzten Glockenschlag ist vor bei die ganze Plag bis die Reste vom Planeten versuchens nochmal ohne Beten RecycleBar Wir saßen in der RecycleBar und fanden es ganz wunderbar aufgetürmte feine Sachen und die Leute echt zum Lachen Farbenspiele an den Wänden feiner Käse in den Händen zarte Töne aus den Ecken Konfitüre süß zum Lecken in der Ferne Arbeit grüßt und der Nachbar Sünden büßt Flieder Wenn einst das Unkraut durch den Schädel sprießt zu spät die Sünden zu bereun die Schneckenspuren auf der Haut der Gärtner alle Gräber gießt kannst dich der Sonnenstrahlen freun wenn Wirrnis durch die Lande zieht erfreut es uns das letzte Lied dringt ein in steingewordne Herzen vorbei die Zeit zum Singen und zum Scherzen die Knochen aus Basalt so werden Menschen alt die Sterne hoch am Firmament der Gräber Sockel aus Zement so geht die Fahrt durch tausend Jahr verrottet auch der letzte Zar ein Stäubchen nur bleibt von dir über im Frühling blüht der nächste Flieder Hadschen Hadschen oder Saufen und schnell mal nach Mekka laufen schwarze Steine schnell umrunden suchen immer neue Kunden oder kriechen auf der Spur Zeit vergessen ohne Uhr wieviel Völker sich noch irren über Wüstensande schwirren auf der Jagd nach kühnen Träumen will doch keiner was versäumen Götter, Gräber und Gelehrte Seelenkrüppel und Versehrte hadschen hadschen und kein Ende suchen Freunde und ne Lende Alfons Im Schuhbeck Alfons seim Betriebe fing an zu stottern das Getriebe zu groß geworden dieses Reich wo sind Belege find sie gleich oh je oh je da fehlt ja was wo blieb denn nur das Bier im Faß der Keiner wars ich habs gesehn die Kröten sind versteckt im Lehm der schöne große Lebenswerk vom Riesen geht es schnell zum Zwerg die Freunde kamen gern in Scharen in welchem Kochtopf die jetzt garen die meisten sind schon auf der Flucht der Glanz verführt zu Grossmannssucht die Berge rauf uznd wieder runter das Bächlein plätschert nicht mehr munter Welfen Wenn Väter mit den Söhnen dröhnen versickert der Verstand im Sand wenn August und der Filius kämpfen kann das von außen niemand dämpfen Monaco aus der Ferne winkt Europas Adel heftig stinkt die Zornesröte im Gesicht was ist der Kleine für ein Wicht Gorillaführer das bin ich und Söhne haben zu gehorchen doch diese folgen manchmal nich so bleiben viele Sorchen zu schwierig scheint es für die Elfen dem ollen August nun zu helfen der mit viel Ernst und auch Gebrüll , sein Schloß vermißt dort mit viel Tüll Shuai Peng Schnedderepeng Praline wo ist sie nur die Biene verführt von Kaisers Stellvertreter wird sie gekocht im großen Bräter die Krakenarme der Partei in dunklen Kellern hallt der Schrei der Parteibonze Gaoli Zang bezirzt sie mit dem Stimmenklang am Pranger nur ganz kurz gestellt gekränkte goldne Kaiserwelt auf Rache sinnt der Chinamann um Ehre geht es dann und wann die Opfer meistens ahnungslos eröffnen dieser Macht den Schoß und wenn der Löwe älter wird der Weg manchmal ins Abseits führt gekränkte Seelenb gibts zu Hauf der Oberfuzzi setzt eins drauf denn hinter jedem mächtgen Mann steht eine Frau die auchg was kann Tennis spielen schöner Sport Menschen quälen das ist Mord Advent Teige rühren mitmarschieren goldne Ketten balsamieren Innenstädte wollen blühn und der Wein ja der soll glühn viel Gedränge und Geschiebe hin und her im Stadtgetriebe Lichtlein an und Lichtlein aus kleine Kinder Bratwurstschmaus doch Corona diese Böse schreitet ein mit laut Getöse gruselt sich durch Weihnachtsgassen kann es einfach noch nicht lassen auf der Pirsch nach neuem Opfer vorbei die Zeit der Schenkelklopfer den Menschen kriecht die Angst ins Hirn in diesem Falle hilft kein Schirm wenn im Advent sie alle backen und still die Kakerlaken kacken Dimorphos Dimorphos du wir kriegen dich und sprengen dich ganz liederlich bevor du auf die Erde fällst der Dartpfeil trifft bevor du bellst so hats die Nasa ausgedacht doch niemand weiß wann kommt die Nacht und ob der Pfeil gerade fliegt und nicht sich vorher weg schon biegt doch welcher Cowboy soll ihn reiten durch schwarze Stille ihn begleiten John Wayne ist doch schon lange tot undd fehlen tut das Abendrot Dimorphos du Galaktikus für uns wärst du ne harte Nuß verschon den schönen blauen Ball sonst gibt es einen Donnerknall mit Pfeilen kennt der Mensch sich aus und trifft er nicht dann ists halt aus Kaufnix Am Kaufnix-Tag hast du kei Plag kannst unbehelligt shoppen gehen die Augen nach den Mädls drehn und auch der Beutel in deim Sackl bleibt sicher voll bei dem Gerackl kannst friedlich durch die Gassen ziehn statt durch die Wühltisch dich zu schiem einmal lachen so ganz umsonst das ist ja nun die wahre Kunst wenn Narren um die Häuser laufen gehst du doch lieber einen saufen Clown Send in the clown give him a hand lets see the crown lets love the land no time to be high many people will die be eleven five to nine what´s inside the marvellous shrine and mankind gets nervous when the water comes in some are rebellious and many get thin time has gone will never come back end of the tunnel very black the tower of Babel much too high his godness will kill you what a sigh

Haiku

Haiku

Haiku

Warrior of light

See the endless sea like a warrior of light no wishes at all

Frühling

Frühling kommt mit Macht in den Augen der Fische schillernde Tränen

Friedhof

Der Friedhofsgärtner steht in der kühlen Brise auch sein Grab wartet

See

Die Stille des Sees nur das Schreien der Möven und leises Plätschern

Paradies

Selbst im Paradies werden die Bäume gefällt und der See liegt still

Fontäne

Fontäne schießt hoch beim betreuten Brezenkaff sanftes Gemurmel

Abend

Die Menschen hängen an ihrem kleinen Leben bis es Abend wird

Fuji

Strahlende Sonne auf schneebedecktem Fuji Meraner glücklich

Weckruf

Amsel weckt die Welt um vier Uhr vierundvierzig Anpfiff unerhört

Willi

Zum Willi will i sagt der Onkel Billie und freut sich auf sei Maß

Flut

Die Wassermassen reißen das Glück entzwei das niemand bewusst war

KolaBier

Nach dem Kolabier dachte ich ich kollabier doch es kam anders

Taube

Taube gurrt am Dach und die Tauben rätseln noch wo der Ozean ist

Paradise

Even paradise can be extremely boring when god is sleeping

Nichts

Heute machen wir mal nichts, überhaupt gar nichts auf die Plätze - los !

Brenta

Wen kümmern Rockies wenn Brentagipfel locken zum Montenara

Refugio

Beim Apfelkuchen müde Beine ausgeruht im Refugio

Zuhause

Wo Buchenwurzeln den harten Fels aufgraben bin ich Zuhause

Gräber

Über den Gräbern weht ein anderer Wind und du bist auch dabei

Staunen

Es kommen manche beim Staunen nicht heraus und manche nie hinein

Nacht

So ganz allein und getroffen vom hellen Licht ist plötzlich Nacht

Horst

Über den Wolken die grenzenlose Freiheit wenn Äbte Heu mähn

Wolken

Draußen kalt und heiß Wolken kommen grau und weiß auf weiten Wegen

Glubb

Der Glubb ist der Debb doch wir alle sind der Glubb dann sind wir der Debb !

Fluß

Was mag der Fluß wohl von weißen Wolken wissen nah am Ozean

Bardo

Allein im Bardo schweigen selbst die Stimmen der lustigen Barden

Zenmeister

So weit und offen ist das Herz des Zenmeisters hinter strengem Blick

Mönche

Karmesinleuchten trifft Bambus im Unterholz Freiheit der Mönche

Reich

Das Abwechslungsreich gebar mir bunte Blüte aus dunkler Stille

Tausend Wege

Die tausend Wege mit Kyotos Wandermönch in den leeren Raum

Ko(s)misch

Sieh das Komische im Kosmischen dann wirst du lachen bis zum Schluß Wandermönch. Als der Wandermönch beim Treten auf der Stelle sich selbst fand -- hurra

Hunter

Bindung gibt Freiheit ruft der Jäger des Schatzes auf dem schönen Berg

Leere

Leer ist die Leere ja doch nur in der Lehre welch eine Fülle !

Wandermönch

Wohin denn blicken damit ich gar nichts sehe fragt der Wandermönch

Ha Dakimas

Verschlucke dich nicht angesichts des Bodhibaums guten Appetit

Unterkunft

Dieses Leben sei Unterkunft für einen Tag nicht viel nicht wenig

Feuchtgebiet

Mystische Rose verwandelt meine Augen in ein Feuchtgebiet

Wochenend

Na am Wochenend da mach I ka Niggerle da hab I ka Zeit

Zeit

Es ist nie zu spät den Unsinn loszulassen eingedenk der Zeit

Goldfisch

Goldfisch zieht Runden still und unbeschwert für sich und vielleicht für mich

Liebe und Haß

Nicht nur die Liebe auch der Haß kann verbinden Vorsicht geboten

Schneemann

Was denkt der Schneemann über die Sonnenstrahlen hinter den Bergen

Säen

Wenn du nie aussäest wirst du nicht ernten können dies ist ganz gewiß

Herbst

Verpasse es nicht wenn Gold herunterrieselt im Herbst des Lebens

Manitou

Manitou freut sich wenn du ihn besuchen kommst wann immer Zeit ist

Bethlehem

Das Konsumrauschen wallte an meine Ohren nahe Bethlehem

Ich

Das U-Bahn-Fenster spiegelt einen fremden Mann oh das bin ja ich !

Time

Since I received the Badezimmersaugnapfuhr time is on my side

Abend

Die Menschen hängen an ihrem kleinen Leben bis es Abend wird

Aphorismen

Eigengewächse und ein paar Geklaute

„„Frauen verblühen, Männer verduften“
„„the world wide nepp“
„„Andy war hohl“
„„Bernie Ekelstein“
„„Jedem Aufblühen wohnt ein Welken inne“
„„ Morgens schmeckt das Frühstück lecka, abends schaun die Füß nach Mekka“
„„Nach der Penisionierung blieb er still, der Dudelsack“
„„Oh diese Schwerkraft drückt mich in mein Sein hinein- zu zwein und allein“
„„Pfeilschnell das Jetzt entflogen, Umkehr unmöglich“
„„Ihre Knarren sind Gitarren“
„„Das Leben neigt sich Richtung Ewigkeit- moment mal!“
„„Nur ein Schritt zu Gott und er kommt gerannt, jetzt ja jetzt“
„„MUT TUT GUT“
„„Da kam doch durch die Katzenklappe ein Mann mit einer Glatzenkappe“
„„Sind wir nicht alle Knackis im Gefängnis der Ewigkeit?“
„„Die nächste Ausfahrt könnte die letzte sein“
„„Wo kommen wir hin, wenn jeder nur tut, was er nicht will?“
„„Wer immer nur liebt, kann doch nicht lieb sein, wer immer nur singt, doch nicht Gesang sei, wer immer nur tanzt, doch nicht der Tanz sein, wer immer nur dichtet, wird nie ein Dichter, wer immer nur richtet, doch nie ein Richter, hab den Schnak erschlagen, Gott weiß warum“
„Trari Trara die Jungs sind da, die Mädls singen trallala, die Türe quietscht, die Trommel rummst, wenn du in die Mitte kummst und wirst du schläfrig, einerlei, die andern sind ja auch dabei, Erleuchtung kummt, wenns in dir summt".“
„„Raus aus dem Rost und ab die Post!“
„„In der Ruhe liegt die Gruft“
„„Ewigkeit du Donnerwort“
„„Das Glas ist voll leer!“
„„Prost Ata!“
„„Muhvieh Star“
„„Noch zwei Minudln, dann sind sie fertig“
„„Wenn Spinner ihre Netze spinnen und Trödler neues Zeug gewinnen - Zeit für nen Kaffee“
„„Null null Sax -- Lizenz zum Tröten“
„„Da saß ich nun mit meinem Po auf diesem schönen Litfaß-Klo und konnte nur noch staunen, von draußen dieses Raunen“
„„Wenns breitblättrige Knabenkraut dich montags aus den Socken haut, die Zeitung dir die Zeit dann klaut und Gott mir in die Seele schaut, denk ich mir aus ne schöne Braut, die Schwarzenegger niederhaut, die Katz dazu ihr Lied miaut und Nafets seine Nägel kaut, ist dieser Tag noch nicht versaut, hab selten so nen Mist verdaut" „Richtig toll die Hirnrunde!“
„„Der Genderbeauftragte schüttelte ihr Köpflein“